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Santorini & Paros
Warum Urlaub auf Santorini und Paros? Nun erstens fliegt man gerade mal 3 Stunden, was bei Reisen mit Kindern sehr angenehm ist. Zweitens sind beide Inseln überschaubar und lassen sich bequem mit dem Mietwagen von einem festen Standorthotel aus erkunden. Drittens lieben wir das Griechische Essen.
Der Hauptgrund aber ist, dass Santorini nahezu in jedem Reiseführer mit Superlativen beschrieben wird:
„Fantastisch, faszinierend, gewaltig – alle diese Attribute treffen auf Santorini zu! Der erste Anblick: Unvermittelt steigen aus dem tiefblauen Meer 300 Meter hohe Kraterwände auf, hoch oben klammern sich schneeweiße Häuserwürfel auf die brandroten Kämme. Schwarzes Lavagestein, ockerbraune Bimssteinadern, üppige Weinreben auf schwerem Boden, das leuchtende Blau der Kirchenkuppeln … Santorini ist ein einziger Farbenrausch.“ Zitat aus dem Kykladen-Reiseführer vom Michael Müller Verlag.
Santorini
Klingt nach Griechenland-Klischee pur? Um es vorweg zu nehmen, es ist auch so! Nicht umsonst wird Santorini von den Griechen 'Kalliste', die Schöne, genant. Mehr über Santorini könnt Ihr hier nachlesen.
Zum Aufenthalt auf der Lavainsel Santorini liefert Paros mit seinen lieblichen Landschaften das Kontrastprogramm - hier ist in erster Linie Baden am wunderschönen Sandstrand angesagt. Aber auch Paros bietet neben dem Baden genug Abwechslung zum Beispiel beim Besuch des malerischen Fischerortes Naoussa, der quirligen Hafenstadt Parikia oder des schönsten Dorfes der Insel - Lefkes. Mehr über Paros könnt Ihr hier erfahren.
Paros
Vorbereitung der Reise
Beim Buchen hatten wir es diesmal einfach: sowohl Santorini, als auch Paros sind relativ familienfreundliche Destinationen, welche sich gut pauschal buchen lassen. Das heißt es gibt genug Hotelangebote welche einen Kinderfestpreis anbieten. Transfers zu den Hotels sind problemlos möglich und es ist auch kein Problem, einen Mietwagen in der richtigen Größe zu finden. Selbst der Transfer von Santorini nach Paros per Schiff stellte kein Problem dar.
Anreise
Der Nachteil bei Pauschalreisen ist meist die frühe Abflugzeit. Unser Flug ging bereits um 5:20 Uhr ab Frankfurt. Da wir uns gerne Stress ersparen, sind wir bereits einen Tag vor Abflug angereist. Tipp: Vorabend Check-In erspart Stress am Abflugtag.
Meist übernachten wir im NH Hotel Kelsterbach (Park, Sleep and fly - kostenloses Parken während des Urlaubsaufenthalt) dies ging diesmal leider nicht, da die Shuttlebusse zum Flughafen erst ab 6:00 Uhr verkehren. Somit waren wir gezwungen, am Flughafen zu parken. Tipp: Park & Fly Programm - Frühbucher-Rabatt!
Übernachtet haben wir im Airport-Sheraton man gönnt sich ja sonst nichts… so war auch sichergestellt, dass die Kinder zu diesen frühen Zeiten etwas zu Essen bekommen und dass man sich den Stress mit den Taxis erspart. 4 Personen mit Gepäck überfordern fast jeden Daimler!
Das Sheraton liegt direkt am Airport, so dass man kurz vor dem Abflug einfach direkt über eine Brücke zu den Flughafenterminals geht und mehr oder weniger stressfrei in die Ferien startet.
Der Nachteil des frühen Fliegens wurde aufgewogen durch den Vorteil des frühen Ankommens. Kurz nach 9:00 Uhr setzen wir bereits in Santorini auf. Noch schnell die Koffer einsammeln und schon sitzen wir im Bus zu unserem Hotel.
Unterkunft auf Santorini
Auf Santorini haben wir das Hotel Vegerra gebucht, weil uns die Lage in Perissa in der südlichen Ecke von Santorini direkt am schwarzen Lavastrand vorteilhaft erschien.
Auf dem ersten Blick erschien das Hotel familienfreundlich leider hat sich schnell herausgestellt, dass das Hotel alles andere als familiengeeignet ist. Gründe: Die Kinderbetten liegen auf einer Empore und sind nur über eine steile Leiter zu erreichen, Kinder sind in diesem Hotel eher ein Fremdkörper, was man durch die bösen Blicke anderer Gäste zu spüren bekommt. Die beiden Pools stellen eine potentielle Gefahrenquelle dar, es ist nicht möglich die Kinder alleine in den Kinderpool zu lassen. Außerdem sind nicht genug Liegen vorhanden. Der Service im Restaurant und die Auswahl am Frühstücksbuffet waren auch nicht der Hit und nachts wird man durch den Lärm aus dem neben an liegenden Hotel wach gehalten. Tipp: nicht empfehlenswert!
Aber alles andere auf Santorini hat uns begeistert! Obwohl wir mit unserer Hotelauswahl nicht zufrieden waren, ist Perissa ein empfehlenswerter Urlaubsort. Hier findet man einen 9 km langen Sandstrand, jede menge Restaurants und Bars mit Life Musik. (Natürlich gibt es auch Discos usw.). Obwohl der Ort touristisch gut erschlossen ist, herrscht hier noch kein Massentourismus!
Kirche Perissa Strand Perissa
Sehenswertes auf Santorini
Fira - Von weitem aus betrachtet sieht Fira aus wie eine auf dem Kraterrand ruhende dicke weiße Schneedecke. Wenn man näher kommt erkennt man, dass es sich um einen Ort handelt der sich 2,5 km lang am Kraterrand entlang zieht. Fira ist der Hauptort der Insel und wird täglich von Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Entsprechend groß ist das Angebot an Geschäften (Juwelierläden, gewebte Artikel, Lederwaren, Keramik und Souvenirläden), welche sich entlang der Hauptstrasse verteilen. In den vielen Cafes und Restaurants kann man den herrlichen Blick in den Krater genießen. Nach dem wir den Ort ausgiebigst erkundet hatten, spazierten wir den berühmten Eselspfad mit seinen 587 Stufen hinunter zum Hafen. Man kann zwar auch auf Eseln reiten, aber der Spaziergang entgegen der Kreuzfahrer Ströme die auf Eseln den Weg herauf kommen, ist wesentlich spannender. Achtung Esel von vorne ab in Deckung… Achtung Esel von hinten… wirklich spannend. Im Hafen angekommen erst mal einen teuren Drink und zurück mit der Seilbahn… 587 Stufen runter sind ja wohl auch genug.
Fira Eselpfad
Abstieg zum Eselpfad Ausblick in den Krater
Oia - ist der größte Ort im Norden der Insel (ca. 450 Einwohner). Das große Erdbeben von 1956 hat dem Ort ziemlich zerstört. Ab den 70er Jahren hat man den Ort systematisch renoviert und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Oia ist wesentlich ruhiger und malerischer als Fira, dafür sind die Preise in den Cafes und Restaurants für den atemberaubenden Caldera-Blick noch höher. (Bier 8 Euro – Sommer 2005). Wer keinen Durst hat, geniest den Blick natürlich kostenlos. Oia ist unser persönlicher Favorit auf Santorini nicht zuletzt wegen der netten Menschen die hier leben. Kaum ein Geschäft in dem man nichts für die Kinder geschenkt bekommt (Süßigkeiten, Heiligenbilder, Obst). Übrigens nicht nur in Oia.
Calderablick in Oia Kirche in Oia
Windmühle in Oia Kirch am Kraterrand
Hauptstrasse Noch eine Kirche
Alt-Thira - befindet sich auf dem Messavouno (369m), einem Berg im Südosten der Insel, der über den Selladasattel mit dem Profitis Elias (höchster Berg der Insel, 565m) verbunden ist. Von Kamari aus kann man eine Serpentinenstraße in etwas 45 Minuten hinaufwandern. Wir sind natürlich wegen der Kinder mit dem Auto hochgefahren. Ein ziemliches Abenteuer! Die Wanderer taten uns übrigens bei der Hitze richtig leid.
Am Ende der Serpentinenstraße befindet man sich auf einem Bergsattel (Sellada-Sattel), der die Berge Messavouno und Profitis Elias miteinander verbindet. Vom Parkplatz aus muss man noch einen Pfad hinaufsteigen um Ancient Thira zu erreichen. Das haben wir uns dann auf Grund der Hitze auch nicht angetan. Dafür waren wir dann außerhalb von Kamari schön Essen direkt am Meer.
Tisch und Stuhl am Meer
Pirgos – Die ehemalige Inselhauptstadt Pirgos muss man gesehen haben. Unterhalb der mittelalterlichen Befestigungsanlagen gibt es unzählige verwinkelte Gassen und Kirchen zu entdecken. Sehr ruhig und ursprünglich.
Pirgos Weinrebe
Akrotiri - Eine beim Vulkanausbruch von 1625 v. Chr. vollständig verschüttete Siedlung. Es ist sehr beeindruckend, die teilweise noch vollständigen Fassaden und Einrichtungsgegenstände zu besichtigen. Diese Ausgrabungsstätte gibt einen sehr guten Einblick in das Leben der Menschen, die vor 3500 Jahren diese Minoische Stadt bewohnten.
Sonnenuntergang – in Santorini erlebt man laut Reiseführer die schönsten Sonnenuntergänge der Welt. Wir haben unseren Sonnenuntergang zwischen Akrotiri und Emborio in einem der gut ausgeschilderten Sunset Restaurants erlebt.
Traumhaft Schön
Natürlich gibt es auf Santorini noch viel, viel mehr zu sehen… falls Ihr noch mehr erfahren wollt, könnt Ihr hier klicken.
Anreise Paros
Frühmorgens um 6:00 Uhr wurden wir von einem Taxi im Hotel abgeholt und zum Hafen von Santorini gebracht. Das Schiff nach Paros legte pünktlich um 7:00 Uhr ab. Warum so früh werden sich manche wohl fragen? Ganz einfach später sind die Fähren hoffnungslos überfüllt. Ihr wisst ja nach Möglichkeit Stress vermeiden, besonders wenn Ihr mit Kindern reist. Nach cirka 4 Stunden mit der Fähre, kamen wir gegen Mittag auf Paros an. Auch hier wieder ein problemloser Transfer und nach einer guten halben Stunde kamen wir in unserem Hotel in Paros an.
Unterkunft auf Paros
Auch das Hotel St. George hatte uns beim Buchen einen guten Eindruck vermittelt und diesmal wurden unsere Erwartungen auch nicht enttäuscht, Das Hotel wurde 2004 eröffnet, die Zimmer sind familienfreundlich, sehr geräumig, freundlich und modern eingerichtet. Die Kinderzimmer sind durch eine Tür vom Elternzimmer getrennt. Neben den tollen Zimmern ist auch die restliche Hotelanlage (Restaurant, Pool, Spielplatz etc.) sehr empfehlenswert. Der Service ist spitze und kann sich sehen lassen. Alle Zimmer haben Meerblick! Wir hätten diesen 4* Hotel sogar einen Stern mehr gegeben!
Das Hotel liegt direkt am Strand von „Nea Chrisi“ welcher nicht nur bei Surfern einen guten Namen genießt. Der Strand ist flach abfallend und somit für Kinder bestens zum Baden geeignet. Das Hotel ist sehr ruhig und idyllisch gelegen. Die Umgebung des Hotels zeichnet sich durch seine Ursprünglichkeit aus. Hier kann man noch Kilometer weit alleine durch die Natur wandern. Wie lange wohl noch?
Abendpaziergang in Nea Chrisi
Sehenswertes auf Paros
Parikia – In Parikia der Inselhauptstadt ist auf dem ersten Blick eine quirlige Hafenstadt. Der eigentliche Ortskern zeichnet sich jedoch durch seine verwinkelten Gassen mit der weißen typischen Kykladenarchitektur aus. Hier kann man flanieren, Essen, shoppen und noch vieles mehr. Parikia war uns mehr als einen Besuch wert!
Gassen in Parikia So stellt man sich die Kykladen vor
Lefkes– Die alte Inselhauptstadt Lefkes besticht durch ihre herrliche Panoramalage am Hang. Die blendend weißen Häuser, dass tiefe Grün der Vegetation bietet einen wunderbaren Kontrast zum Meer. Sogar eine Windmühle ist noch in Betrieb. Das Leben scheint hier noch langsam zu gehen. So stellt man sich die Kykladen vor. Wunderbar, um die Seele baumeln zu lassen.
Blick über Lefkes Seht Ihr die Katze?
Naoussa - Eine wunderschöne Hafenstadt im Norden von Paros. Der malerische Fischerort lädt zum Bummeln ein. Leider haben nicht nur wir dies endeckt und so ist der Ort vor allem am Wochenende etwas voll. Trotzdem unbedingt besuchen! Mehr erfahrt Ihr auf dieser schönen Seite.
Guten Appettit Hafen von Naoussa
Jeder Urlaub ist einmal zu Ende und leider war die Abreise auch der unangenehmste Teil unserer Ferien, nicht nur weil wir nach Hause mussten, sondern auch weil die Fähre zurück nach Santorini hoffnungslos überfüllt war. Nach 4 Stunden endlich auf Santorini angekommen wurden wir erst einmal 3 Stunden von der Reisleitung in einem Restaurant geparkt, danach haben wir den wohl chaotischsten Check In unseres Lebens überstehen müssen. Nach drei Stunden anstehen, waren wir endlich im Flieger und kamen nach weiter 3 Stunden in Frankfurt an.
Esel auf Santorini
Alles im allen war dieser Urlaub einer der schönsten den wir je hatten. Die Kombination Santorini & Paros ist aus unserer Sicht (mal abgesehen von der Rückreise) für Familien sehr empfehlenswert!
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